„Kinder brauchen mehr Platz und vor allem mehr Sicherheit im öffentlichen Straßenraum. Diese Sicherheit müssen wir dringend herstellen: Mit temporären Radwegen, Fahrradzonen, Tempo 30 und konsequenter Verkehrsberuhigung vor Schulen und Kitas kann das gelingen!“, so Ragnhild Sørensen von Changing Cities im Jahr 2020.
Diese Nachricht ist bis heute bei den politisch Verantwortlichen im Bezirk nicht angekommen oder wird ignoriert. Die Folgen sind tagtäglich zu beobachten:
- Die Straßen und Kreuzungen sind zugeparkt, so dass die Sicht nicht frei und das Queren riskant sind
- Es fehlen Radwege und Überwege
- Es gibt zu viel Verkehr insbes. zu den Stoßzeiten
- Fahrzeugführer:innen müssen sich wegen ihres Fehlverhaltens keine Sorgen machen
Das Resultat: Stress pur – Eltern bangen Tag für Tag um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule. Sie haben schon vieles versucht – Briefe und E-Mails geschrieben, Anfragen an die Bezirkspolitik gestellt, mit den Schulleitungen gesprochen… Gebracht hat das wenig bis nichts. Es ist traurig und ärgerlich, dass sich nichts tut.

Die Eltern brauchen keine wohlfeilen Tipps, wie ihre Kinder sicher zur Schule kommen, sondern strukturelle Veränderungen. Eine sichere Infrastruktur fällt nicht vom Himmel – sie muss politisch gewollt sein. Die Lösungen für mehr Schulwegsicherheit sind längst bekannt. An der Umsetzung hapert es – besonders im Fuchsbezirk!
Es reicht! Schon lange. Jetzt wollen sie einen weiteren Versuch machen, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und für die Mitarbeit im Netzwerk für Schulwegsicherheit zu werben. Bei über 30 Grundschulen im Bezirk gibt es ein großes Potential für (temporäre) Schulstraßen.
Die Mobilitätsgremien der Gustav-Dreyer-Grundschule und der Grundschule am Vierrutenberg rufen dazu auf, sich an den Schulstraßen-Aktionen vor ihren Schulen zu beteiligen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie (Groß-) Eltern und Lehrkräften wollen sie ein Zeichen setzen und unter dem Motto „#selbstundsicher“ (zur Schule) für Verkehrssicherheit sorgen.
Vor Schulbeginn und kurz nach Schulbeginn werden schulnahe Straßenabschnitte für den Autoverkehr gesperrt und als Schulstraße bespielt – sicher, bunt und laut. Die Polizei sorgt für autofreie Zonen vor Ort.
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PRESSEMITTEILUNG_18.06.26